Jörg Geiger Eisapfel Süßwein. Teilvergorener Apfel-Süßwein aus frostgereiften Bittenfelder Äpfeln – konzentriert, honigsüß und mit lebendiger Säure.
Jörg Geiger Eisapfel Süßwein ist ein sortenreiner, teilvergorener Apfelwein aus dem Bittenfelder Sämling vom nördlichen Albtrauf der Schwäbischen Alb, gemacht in der Manufaktur in Schlat. Rund 220 g/l Restzucker, 5 % vol, 375 ml. Kein Eiswein aus Trauben, kein Likör – ein Süßwein, den Nachtfrost am Baum möglich macht.
Eisapfel Süßwein von Jörg Geiger funktioniert nach demselben Prinzip wie Eiswein, nur mit Äpfeln. Der Bittenfelder Sämling ist eine alte Sorte, die bis in den späten Herbst am Baum hängt und dabei Zucker und Säure aufbaut. Kommen Nachtfröste, gefriert das Wasser in der Frucht, und die Aromen verdichten sich. Geerntet wird am Ende der Frostperiode, oft im Dezember. Beim Pressen läuft ein konzentrierter Saft ab, der langsam und kalt gärt. Die Gärung wird durch Kälte gestoppt, bevor der Zucker vergoren ist. So bleiben rund 220 Gramm Restzucker pro Liter bei nur 5 % vol. Den ersten Eisapfel gab es 2007. Weil das Wetter mitspielen muss, lässt er sich laut Hersteller nur in wenigen Jahren herstellen – er nennt ihn eine WiesenObst-Rarität.
Geschmack
In der Nase ist der Apfel sehr intensiv und konzentriert, mit karamelligen, fast honigartigen Anklängen. Dazu kommt eine leichte Exotik, die der Hersteller mit Passionsfrucht vergleicht. Im Glas leuchtet er in dunklem Bernstein mit goldenen Reflexen.
Am Gaumen prägt die vollreife, verdichtete Apfelfrucht den Auftakt, getragen von einem spannenden Verhältnis aus Süße und Säure. Im Nachhall erinnert er an Zitrone und Passionsfrucht, dazu Honignoten. Die Säure verhindert, dass die Süße schwer wird, und der Nachhall bleibt lang. Wer einen leichten, trockenen Apfelwein erwartet, wird ihn als zu süß empfinden – das ist ein Glas für den Schluss des Menüs.
Verwendung
Der Eisapfel wird bei 7 bis 8 °C getrunken oder auf Eis, im Burgunder- oder Longdrinkglas. Kleine Mengen reichen, ein kleines Glas genügt für den Abschluss eines Menüs.
Der Hersteller empfiehlt ihn zu Gewürzapfel mit Karamelleis, zu warmer Apfeltarte, zu Desserts mit dunkler Schokolade und Sorbet oder zu Zuckeräpfeln. Pur ist er ein alkoholarmer Digestif mit konzentrierter Säure. Apfel zu Apfel funktioniert am Dessertteller besonders gut, weil die Säure im Glas die Süße auf dem Teller aufnimmt.
Der Eisapfel hat 5 % vol, die Abgabe erfolgt ab 16 Jahren. Er enthält Sulfite.
Unser Tipp: Schenk ihn zur warmen Apfeltarte in ein Burgunderglas mit einem Eiswürfel. Das Eis mildert die Süße ein wenig und bringt Zitrone und Passionsfrucht nach vorn.
Herkunft
Die Manufaktur Jörg Geiger sitzt in Schlat am Albtrauf der Schwäbischen Alb. Jörg Geiger ist gelernter Koch und übernahm 1997 mit 22 Jahren den elterlichen Gasthof Lamm. 1998 begann er mit der Champagner Bratbirne zu arbeiten, 2003 füllte er den ersten PriSecco ab.
Rohstoff ist das Schwäbische WiesenObst: alte, oft herbe Apfel- und Birnensorten von Streuobstwiesen aus der Region, geliefert von Landwirten aus der Umgebung. Der Bittenfelder Sämling ist eine davon, gelb mit roten Backen, auf hochstämmigen Bäumen. Hinweise in der Literatur deuten darauf, dass schwäbische Bauern die Wirkung des Frosts auf diese Sorte kannten und bei der Verarbeitung nutzten. Alle Schritte von der Anlieferung bis zur Abfüllung finden in der Manufaktur statt.
Für wen
Der Eisapfel ist die Flasche für Menschen, die Süßwein zum Dessert lieben und etwas Seltenes suchen. Er passt zum Weihnachtsmenü, zum Käse- und Dessertabend und als Geschenk für alle, die Eiswein kennen und den Apfel noch nicht.
Als Geschenk in der Holzkiste gibt es ihn als Eisapfel in Holzkiste. Wer Apfel im Portweinstil probieren will, greift zum AP Apfel. Alles Weitere steht auf unserer Jörg-Geiger-Seite. Nicht geeignet ist der Eisapfel für alle, die einen trockenen Wein zum Hauptgang suchen.
Bittenfelder Sämling, vom Frost konzentriert, 220 g/l Restzucker und 5 % vol – der Apfel-Süßwein von Jörg Geiger für den Schluss des Menüs.






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